Graz, 10. April 2010
3. Club-Dialogtag 2009/10
Sehr geehrte Damen und Herren!


Der Club Alpbach Medica, Verein zur Förderung und Entfaltung von Talenten und Associate Member des Europäischen Forum Alpbach, lädt Sie recht herzlich zum 3. und letzen Club-Dialogtag des Club-Jahres 2009/10 am Samstag, 10. April 2010 von 10:00 – 18:00 in Graz ein!

Nach den beiden Club-Dialog-Tagen in Wien und Innsbruck bewegen wir uns dieses Mal in den Osten Österreichs, in das grüne Herz Europas um im Dialog heraus zu finden, wie es hier im Bereich Gesundheit & Soziales um die Zukunftsfähigkeit und soziale Sicherheit Europas steht!

Ein weiteres Mal lautet das Motto „Talents meet & challenge Experts“:
In 3 Club-Dialogen treten Talente des Bereichs Gesundheit & Soziales aus ganz Österreich sowie SO-& Zentraleuropa in Dialog mit Entscheidungstragenden, Schlüsselpersonen der Europäischen Gesundheits- und Sozialsysteme:

  1. Club-Dialog: Schlossen wir den 3. Dialog in Innsbruck mit dem Thema generationengerechte Krisenintervention bei Kindern und alternden Menschen, so beginnen wir den 1. Dialog in Graz mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf Wirtschaft, Industrie, Geschäftsführende wie Mitarbeitende. Das Tal der Tränen ist erreicht, glaubt man ExpertInnen. Hin zu schauen lautet die Devise. Wie wirkt sich die entstandene Armut im Bereich Gesundheit & Soziales aus?
  2. Club-Dialog: Bewusster der Ressourcen um Armut entgegen zu wirken setzen wir uns im 2. Dialog speziell mit Themenfeldern auseinander, die Zukunft mit gesteigerter und wiedererlangter Lebensfähigkeit und Lebensqualität sichern: Rehabilitation und Pflege sowie deren Schnittstellen.
  3. Club-Dialog: Belebt um Eindrücke wieder gewonnener körperlicher wie seelischer Sicherheit und Lebensfreude nach Rehabilitation wenden wir mit neu gewonnener Mobilität am Ende der Dialog-Trias dem spannenden Thema der Eu-Patienten-Richtlinie und deren Auswirkung auf überregionale Versorgung im Bereich Gesundheit & Soziales.

Eine Innovation ist bei diesem Club-Dialog-Tag, dass erstmals ein Mitglied der IG-Graz, ebenso Associate Member des Netzwerks des Europäischen Forum Alpbach als Expertin den Dialog annimmt frei nach dem Motto „Age is a matter of mind – if you don’t mind, age doesn’t matter“. Moderiert werden die Dialoge von den Mentees des Mentoring-Jahrgangs 2009/10 sowie Mitgliedern des Club Alpbach Medica. Vorbereitet haben Sie sich darauf im Rahmen eines vom BMWF geförderten Projekts.

Die Dialoge finden in den belebenden und zum gehaltvollen Dialog anregenden Räumlichkeiten der Energie Steiermark AG statt: (http://www.e-steiermark.com/kontakt/anfahrtsplan.htm)

Weiterführende Information zu Inhalten, Dialog-PartnerInnen sowie Zeit entnehmen Sie bitte den Attachments.
Sie sind herzlich eingeladen, die Einladung auch an Personen weiter zu leiten, für die die Teilnahme an den Dialogen von Interesse sein kann.

Auch im Club-Jahr 2010/11 gibt es Club-Dialog-Tage im Rahmen des Mentoring-Programms.
Wir laden Sie schon jetzt recht herzlich ein, sich diese vorzumerken – abermals mit hochkarätigen, spannenden Dialog-PartnerInnen:
Zertifikatübergabe und Stipendienverleihung, 7. Juni 2010, Wien

  • 1. Club-Dialog-Tag, Sonntag, 14. November in Wien
  • 2. Club-Dialog-Tag, Samstag, 4. Dezember in Innsbruck
  • 3. Club-Dialog-Tag, Samstag, 26. Feber 2011 in Linz
  • 4. Club-Dialog-Tag, Samstag, 9. April 2011 in Graz
Neu ist, daß die Mentees des diesjährigen Mentoring-Programms in den Programm-Beirat mit aufgenommen wurden. Das inhaltliche Programm verspricht nun noch reicher an Perspektiven, interaktiver, noch engagierter, noch Dialog-reicher zu werden!

In diesem Sinne „Move & make a difference“
… für Gesundheits- und Sozialsysteme mit Zukunft in Europas Regionen,
… für Generationen mit Perspektiven!

Der Club Alpbach Medica freut sich auf Ihre Teilnahme am Dialog in Graz und
Wünscht Ihnen ein Frohes Osterfest!

Dr. Lucia Ucsnik, MAS

→ download Programm Club-Dialogtag [PDF, 153kB]

→ download Dialog 1 Arbeitsmarkt und Armut [PDF, 135kB]
→ download Dialog 2 Schnittstellen von Gesundheit und Sozialem [PDF, 136kB]
→ download Dialog 3 Überregionale Versorgung[PDF, 136kB]

Graz, 9. April 2010
Besuch der Zotter-Schokoladen-Fabrik
Zum Auftakt des vierten Club Alpbach Medica Weekends besuchten die Mentees das Schoko-Laden-Theater des steirischen Schokolatiers Josef Zotter in Riegersburg, Steiermark. In diesem Museum, das vom wohl beeindruckensten Unternehmens Österreichs betrieben wird, erhielten wir nicht nur einen tiefen Einblick in die Schokoladen Manufaktur der Firma Zotter, sondern auch in die Kraft der Innovationsfähigkeit.

Sehen, riechen, fühlen und schmecken sind die Methoden mit denen Schokolade zum Erlebnis wird. Flüssig, fest, kugelig, milchig und fleigend, sind die Formen, mit denen Schokolade greifbar wird. Ideenfreudig, einfallsreich und anregend sind die Attribute mit denen sich das Schoko-Laden-Theater von Josef Zotter schmücken darf. Vom Kakao Kino, über die Trinkschokoladen-Gondelbahn bis hin zum Running Choclate erhielten die Mentees einen Einblick ins Reich der Sinne und der vielfältigen
Sckoladengenüsse.

Die Schokoladen Manufaktur stellte für die Mentess ein idealer Ort dar um eigene berufliche und private Denk- und Handlungsmuster zu überdenken und diese in das europäischen Sozial- und Gesundheitssystems zu integrieren, denn Zotter zeigt in seinem Schoko-Laden-Theater eindrucksvoll wie Kreativität, Leidenschaft und Innovationskraft zum Erfolgskonzept werden.

Die Zotter-Vision wurde mittels vielfältiger innovativer Ideen (Nutzung von Bio- und Fairtrade Rohstoffen, enge Kontakte zu Bauern und anderen Lieferanten, eigene Schokobohnenplantage in Peru, höchstes Maß an Innovationskraft und Kreativität uvm.) von Josef Zotter zu einem der innovativsten Unternehmens Österreichs ausgebaut.

Wir, die Mentess des Jahrgangs 2009/10, sind tief beeindruckt und danken Josef Zotter für die vielen wertvollen Inputs, die wir aufgrund des Besuchs im Schoko-Laden-Theater erhalten durften.

Graz, 9. April 2010
Dialog 2: Schnittstellen von Gesundheit-und Sozialem – Pflege und Rehabilitation
„Schnittstellen von Gesundheit-und Sozialem – Pflege und Rehabilitation“ – dies war das äußerst aktuelle Thema des 2. Dialoges. Geladen waren drei erstklassige Spezialisten aus diesem Bereich: Dr. Almut-Michaela Frank, MPH, Anita Tscherne, MBA ,MAS und Dipl. Ing. Christian Kehrer. Schon vor dreißig Jahren war es allgemein bekannt, dass die österreichische Gesellschaft stark altern und sich die Alterspyramide daher langsam in eine inverse Pyramide konvergieren werde meinte einer der Experten gleich zu Beginn. Also hätte man schon vor dreißig Jahren präventive Maßnahmen setzten sollen, damit sich das Gesundheitssystem an den Status Quo des 21. Jahrhunderts anpassen hätte können.

Wer finanziert welchen Part, wenn eine ältere Person nach einem Krankenhausaufenthalt in ein geriatrisches Zentrum gebracht wird? Die Finanzierung des Gesundheitssystems erfolgt für den extramuralen Bereich überwiegend durch Krankenversicherungsbeiträge und Selbstbehalte, zuletzt vermehrt auch durch Steuermittel, wohingegen der intramurale Bereich überwiegend durch Länder und Sozialversicherung finanziert wird.

Wo bleibt die Finanzierung aus einer Hand und warum wurde diese nicht schon lange implementiert? Laut den Experten wäre die Basis einer Finanzierung aus einer Hand durch den ÖSG(österreichischer Strukturplan Gesundheit) und RSG(regionaler Strukturplan Gesundheit) schon gegeben, doch fehlt es nach wie vor an der Umsetzung. Dies werde sich in den nächsten Jahren auch nicht allzu schnell ändern, da vor allem die Politiker der neun Bundesländer dem strikt entgegenstehen. Ist es das föderalistische Denken unseres Staates der uns daran hindert? Definitiv JA.

Michael Jäger, Mentee 2009/10
Graz, 10. April 2010
Dialog3: Überregionale Versorgung
Als krönenden Abschluss des dritten Dialog-Tages und damit auch des letzten Dialog-Tages des Mentoring-Jahrgangs 2009/10 versammelten sich Mag. Hannes Frech, Geschäftsführer des burgenländischen Gesundheitsfonds sowie der Burgenländischen Krages, Dr. Werner Leodolter, Vorstandsvorsitzender der steiermärkischen Kages, sowie die an Jahren junge EU-Recht-Expertin Mag. Eva Tscherner, ehem. Präsidentin der IG Graz und Univ.Assistentin der Universität Graz zum krönenden Abschluß-Dialog. Mag. Eva Tscherner gab vertiefende Einblicke zur EU-Patienten-Richtlinie: deren Entstehungsgeschichte, Hintergründe und momentanen Stand im europäischen Abstimmungsprozess der verschiedenen europäischen Institutionen. Anschließend kamen die beiden "Praktiker" zu Wort und nahmen zu dieser Richtlinie und deren Umsetzung in ihren Organisationen Stellung.

Durch ihre Ausführungen wurde klar wie gross zuweilen die Differenzen zwischen Theorie und Praxis sind. Die anschließende Diskussion kreiste um die komplexen juristischen, wirtschaftlichen und vor allem auch politischen Verflechtungen der lokalen, regionalen, nationalen, europäischen Gesundheitsversorgung und die Schwierigkeiten, diese überregional vernetzt und abgestimmt mit dem Patienten im Kernpunkt des Interesses zu gestalten. Alles in allem ein teilweise ernüchternder, teilweise aber auch zuversichtlich stimmender Dialog.

Dank der hochkarätigen Dialogpartner/innen auf jeden Fall aber ein würdiger Abschluss des Mentoring-Jahres 2009/10!

Matthäus Walter, Mentee 2009/10